Jun 032011
 

Als am 17. Mai 2011 die Ergebnisse der Fragebogenaktion bei der Veranstaltung im Kubu vorgestellt und diskutiert wurden, haben wir auch zu drei Folgeveranstaltungen eingeladen, mit denen die verschiedenen angeschnittenen Themen weiterbearbeitet werden sollen. Diese Veranstaltungen sind für alle Interessierte offen.

Am 30. Mai ging es um das Thema Mieterbeiräte / Mietervertretungen oder „wie kann ich mich in meinem Haus mit anderen Mieter/innen zusammen schließen, um gemeinsam mehr zu erreichen?
Man kann nicht gerade sagen, dass der B-Laden überfüllt war. Aber immerhin: die guten Erfahrungen der Mietervertretung für die Häuser Lehrter Straße 1-4 und 70-75 konnten weitergegeben werden. Ganz egal, ob es sich um Mängel am Haus, in den Wohnungen oder um undurchsichtige Betriebskostenabrechnungen handelt, gemeinsam geht es leichter, sich zu wehren und Recht zu bekommen.
Das wichtigste allerdings kann den Einzelnen in den verschiedenen Häusern nicht abgenommen werden. Sie müssen ihre Nachbar/innen ansprechen! Das wichtigste ist erst einmal überhaupt ins Gespräch zu kommen. Sind 2 oder 3 Interssierte beisammen, dann geht es gleich leichter noch mehr Leute anzusprechen und vielleicht spgar bei aktuellen Problemen eine Mieterversammlung einzuberufen. Ob das im Sommer auf dem Hof stattfinden kann oder in einer Privatwohnung, ist eigentlich egal. Notfalls steht nach Absprache auch der B-Laden in der Lehrter Straße 27-30 zur Verfügung (dazu bitte Kontakt mit der Iniitiative aufnehmen!).

Die Erfahrung zeigt allerdings, dass in vielen Fällen Rechtsberatung oder die Unterstützung durch einen Rechtsanwalt oder eine Rechtsanwältin hilfreich oder sogar notwendig ist. Es empfiehlt sich also die Mitgliedschaft entweder im Berliner Mieterverein, mit dem die Mietervertretung in den Hochhäusern an der Lehrter Straße zusammenarbeitet, oder in der Berliner Mietergemeinschaft. Zu den Bedingungen siehe unten näheres*! Beide Berliner Mieterorganisationen haben regelmäßige wöchtentliche Beratungstermine in Moabit. Das heißt nun nicht, dass jede/r, der/die sich im Haus organisieren möchte, zuerst Mitglied einer Mieterorganisation werden sollte. Aber darüber sprechen, mit den Nachbar/innen ist schon hilfreich. Vielleicht ist ja ein/e andere/r Haubewohner/in schon Mitglied. Wichtig ist nur, darüber zu sprechen und die Erfahrungen auszutauschen. Hilfreich ist es auch beim ersten Treffen, etwas Geld zu sammeln, denn Kopien und Briefe kosten etwas. Und wer aktiv ist, muss ja nicht auch noch alles aus der eigenen Tasche bezahlen. Unterstützung bei der Organisation bietet die bestehende Mietervertretung im Rahmen ihrer Möglichkeiten an.

Beim Teffen am 30. Mai hat sich außerdem herausgestellt, dass der Wunsch besteht, einen Mieterbeirat oder eine Mietervertretung für die Häuser der Tower Group in der Lübecker Straße zu gründen. Wer Interesse hat, kann sich über das Kontaktformular melden! Ein Termin steht zur Zeit noch nicht fest.

* Die Mitgliedschaft im Berliner Mieterverein kostet einschließlich Prozesskostenversicherung monatlich 7,50 € und ermäßigt sich nach 5, 10, 15 …. Jahren Mitgliedschaft. Für Mitglieder mit geringem Einkommen gilt ein Monatsbeitrag von 3,50 €. Wenn 10 Mitglieder in einer Wohnanlage Mitglied sind (Hausgemeinschaft) zahlt der/die Einzelne nur 6 €. Mindesdauer der Mitgliedschaft 2 Jahre.

Die Mitgliedschaft in der Berliner Mietergemeinschaft kostet einschließlich Rechtsschutzversicherung 64 € im Jahr, der Sozialbeitrag 45 €, detaillierte Informationen unter dem angegebenen Link.

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