Jul 172017
 
Handelt es sich bei dem Geschäftsmodell des Immobilieninvestors „Berlin Aspire“ und „Berlin Estate“ vielleicht um eine Form von Anlegerbetrug?

Eine der größten Berliner Anlegerrechtsschutzkanzleien, die auf Handel mit Schrottimmobilien spezialisiert ist, hat jetzt dazu einen Artikel veröffentlicht (hier leider gekürzt in Englisch)!

Jetzt ist das Engagement der Berliner Mieterinitiativen, Gemeinschaften, Mieter und Berliner gefragt, damit aus Anlegerschutz Mieterschutz wird! Verbreitet, teilt und verlinkt diesen Artikel – auf Twitter und Facebook, auf euren Blogs und Websites, in Internet und Print – am besten auf Englisch und Hebräisch!

Zum Hintergrund: Mehrfach haben diverse Berliner Institutionen, wie die Berliner Mietergemeinschaft, der Berliner Mieterverein, aber auch Presse und Fernsehen (Tagesspiegel, rbb-Abendschau, rbb-Magazin, Klartext) und v.a. über die Praktiken des Investors „Berlin Aspire“ und „Berlin Estate“ berichtet.

Das Geschäftsmodell besteht darin, dass bevorzugt Altbauten in sozial sensiblen Berliner Stadtteilen gekauft und in Eigentumswohnungen umgewandelt werden, die fast ausschließlich an Israelische Kleinanleger verkauft werden und nach erfolgter Entmietung (Altmieter!) als vollmöblierte Apartments durch umstrittene  Kurzzeitvermietungen den Anlegern hohe Renditen zu versprechen scheinen.

Die Berliner Verwaltung ist mit dem Zweckentfremdungsverbotsgesetz in der bestehenden Fassung gegen diese Vermietungspraxis praktisch machtlos, die das Gesetz aushebelt und gleichwohl die bestehende Wohnungsnot verschärft, indem sie der Stadt dringend benötigte unbefristete Dauermietverhältnisse und bezahlbaren Wohnraum entzieht. Siehe hierzu auch das Vermietungs-Portal von „Berlin Aspire“.

Derzeit zählen mindestens 27 Häuser in vielen Stadteilen zu „BerlinAspire“ und „Berlin Estate“ und es bildet sich allerorts Widerstand gegen dieses Geschäftsmodell, weil sich die Altmieter von Verdrängung bedroht fühlen. So entstehen Mieterinitiativen in den betroffenen Häusern, eigene Websites und Blogs werden ins Internet gestellt, auch um die ausländischen Anleger über deutschen Mieterschutz, sowie die tatsächliche Situation und erhebliche Instandhaltungsrückstände in den Häusern zu informieren.

Auch Berliner Mieter, die in der Vergangenheit ihr Vorkaufsrecht ausgeübt haben, sind nicht gut dran – in einer Wohnungseigentümergemeinschaft bleiben sie immer in der Minderheit und „Berlin Aspire“ und „Berlin Estate“ können nach Belieben „über die Köpfe der Eigentümer hinweg schalten und walten“, wie es von Mietern, die ihre Wohnung gekauft haben, erzählt wird.

Seit vier Wochen berichten die Berliner Rechtsanwälte Resch über „Berlin Aspire“ und „Berlin Estate“ (in Englisch)!

Für die Mieter in den betroffenen Häusern, wie auch für solche, die ihre Wohnung gekauft haben, aber auch für die ausländischen Anleger, ist die Aufklärungsarbeit, die die Kanzlei Resch macht, gleichermaßen hilfreich – aus Anlegerschutz wird so Mieterschutz und umgekehrt!

Durch die Verweise auf das Deutsche Mietrecht, mit seinen Besonderheiten des Mieterschutzes (Kündigungsschutz, Vorkaufsrecht, Vergleichsmieten, Gesetz zur Mietpreisbremse…), das Zweckentfremdungsverbotsgesetz und die komplexen Zusammenhänge des Deutschen Immobilien- und WEG-Rechts, werden die Anleger auf das unüberschaubare Risiko ihrer Geldanlage und die Fragwürdigkeit hoher Renditen hingewiesen.

Wenn die Anleger die Gefahren erkennen, die eine solche Investition hat und ihr Geld zurückziehen, könnte das Geschäftsmodell von „Berlin Aspire“ und „Berlin Estate“ sehr schnell zusammenbrechen. Was ist aber, wenn die gesamte GmbH Insolvenz anmelden muss? Könnten die Häuser dann vielleicht günstig zurück gekauft werden, oder andere Modelle gefunden werden, die für eine soziale Stadt Berlin stehen?

Was können Wir tun?
Wir können die Kanzlei Resch bei der Aufarbeitung und Recherche und mit Informationen aus den betroffenen Aspire-Häusern, bzw. dem Anlegerverfahren unterstützen. Insbesondere sind für die Anwälte Resch Details zu den Finanzierungen hoch-interessant, da aus einem Aspire-Haus berichtet wurde, dass sowohl der Hauskauf, als auch die Wohnungskäufe für die Klein-Anleger, mit Darlehen von Berliner Banken finanziert werden!

Deshalb macht es aus unserer Sicht Sinn, dass die Mieter in den betroffenen Aspire-Häusern, ihre neuen Wohnungseigentümer aus Israel über den Resch-Artikel informieren und ihnen diesen weiterleiten. Auch können wir alle den Resch-Artikel über Facebook, Twitter & Co, sowie auf unseren Websites und Blogs teilen und verlinken, um eine maximale Öffentlichkeit zu erzielen und so letztendlich die Anleger zu erreichen.

Insbesondere sollten wir auch unsere Israelischen Freunde, Nachbarn, Kommilitonen und Arbeitskollegen auf den Resch-Artikel über „Berlin Aspire“ und „Berlin Estate“ hinweisen und Sie bitten, diesen ihrerseits auf Facebook & Co. und auf Hebräisch zu teilen und zu verlinken, damit die Anleger in Israel über ihr Investment und das Risiko aufgeklärt werden. Hierfür würde sich z.B. auch die Facebook-Seite „Olim L’Berlin“,  Hebrew: עולים לברלין, lit. „Let’s Ascend to Berlin“, die durch den “Pudding-Mann” international bekannt wurde, für eine effiziente Verbreitung anbieten!?

Initiative Wem gehört Moabit? / Runder Tisch gegen Gentrifizierung in Moabit

  Eine Antwort zu “Wie kann aus Anlegerschutz Mieterschutz werden?”

  1. http://wildeweser.blogsport.de/2017/06/29/law-firm-specialzes-in-sueing-berlin-aspire-and-berlin-estate/
    Wilde Weser schrieb am 29. Juni 2017

    Law Firm Specializes in Suing Berlin Aspire and Berlin Estate

    Due to Berlin Aspire’s ongoing and massively fraudulent behaviour towards Israeli investors, the Berlin law firm Resch Rechtsanwälte (Resch advocates) has specialized in suing the company:
    http://www.resch-rechtsanwaelte.de/anlegerschutz-aktuell/berlin-aspire-and-berlin-estate-condominiums-in-berlin.html
    We are not in contact with the law firm, and we cannot judge their quality. However, the firm has been active in the field of investor protection for over 30 years. They also maintain a Vienna office, which comes handy, if the infamous Werner Albeseder ought to be held responsible.

    und hier alle 27 Häuser
    http://wildeweser.blogsport.de/2017/07/01/berlin-aspire-and-berlin-real-estate-houses-2/

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