Initiative

 

Was will die Initiative »Wem gehört Moabit?«

Wie kannst Du mitmachen?

Wir beobachten seit einiger Zeit Veränderungen in der Hausbesitzer-Struktur in Moabit. Internationale Investoren haben ganze Wohnkomplexe z.B. an der Lehrter Straße aufgekauft. In vielen Moabiter Altbauten wurden Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt. Leute, die eine neue Wohnung suchen, klagen über steigende Mieten.

Das Gebiet „Moabit-Ost“ der ersten Befragungsaktion

Mitte Februar 2010 haben wir die Initiative gegründet um herauszufinden, wem Moabit eigentlich gehört. Wir beginnen zunächst mit Moabit-Ost. Mit der Veranstaltung, Gruppentreffen und der Fragebogenaktion wollen wir für das Gebiet, das von der Lehrter Straße / Quitzowstraße / Stromstraße / Turm­straße / Rat­­he­nower Straße / Invaliden­straße eingeschlossen wird, heraus­finden, welche Häuser inter­nationalen Fondsgesellschaften, Wohnungs­bau­gesell­schaften, Genossen­schaften oder Einzeleigentümern gehö­ren oder wo eine Woh­nungs­eigen­tümer­gemeinschaft oder ein Hausprojekt ist. Deshalb bitten wir alle, die in diesem Gebiet wohnen, entweder den Fragebogen über das interaktive Webformular auszufüllen und zuzusenden oder aber den Fragebogen auf den Seiten 3 und 4 unseres Flyers auszufüllen und an uns zurückzugeben. Selbstverständlich anonym. Abschließend ein paar Hinweise zum Fragebogen. Selbstverständlich ist es vollkommen freiwillig, bei der Befragungsaktion mitzumachen. Ihr könnt den Fragebogen über das Webformular anonym an uns senden, per E-Mail eingesandete Fragebögen werden von uns anonymisiert. Andererseits erfassen wir auch keine personenbezogenen Daten von Eigentümern. Daher sind private Eigentümer, z.B. von Eigentumswohnungen, nicht im Fragebogen anzugeben. Manche Fragen, z.B. nach dem Alter des Gebäudes oder auch nach den Miethöhen sind optional, wir wollen aber versuchen, interessante Eindrücke zum Kiez mit zu erfassen.

Die Ergebnisse, also wie die verschiedenen Arten von Hauseigentümern im Gebiet verteilt sind, werden wir im Herbst 2010 Frühjahr 2011  in einer Karte darstellen und veröffentlichen. Privatbesitzer werden dabei nicht mit Namen genannt, der Datenschutz wird beachtet. Später wollen wir das Projekt auf die ganze Moabiter Insel ausweiten.

Es geht uns aber nicht nur um die Datensammlung, wir möchten zu einem lebendigen lebenswerten Kiez beitragen. Der Verdrängung von Alteingesessenen durch Aufwertung und Mietsteigerung (der sogenannten Gentrifizierung) wollen wir entgegentreten. Das Engagement von selbst im Gebiet wohnenden Wohnungseigentümern für ihr direktes Wohnumfeld wollen wir einfordern. Wir wollen dabei helfen herauszufinden, was denn wirklich passieren soll, damit es in unserem Kiez „besser“ wird.

Deshalb rufen wir Euch auf: Kommt zu der ersten großen Informationsveranstaltung, kommt zu den Gruppentreffen, beteiligt Euch an der Diskussion und helft mit unseren Kiez Moabit Ost zusammen in die richtige Richtung zu entwickeln.

Ihr könnt auch auf dieser Website mit diskutieren, dort findet ihr aktuelle Nachrichten zum Thema, die interaktiv kommentiert werden können, aber auch Termine z.B. zu unseren Gruppentreffen. Natürlich könnt ihr hier auch einen Newsletter abonnieren oder aber uns einfach eine Nachricht schicken.

Wir bedanken uns bei allen, die an der Aktion mitmachen, ob „passiv“ durch die Beantwortung der Fragen, oder noch lieber aktiv, in dem ihr euch an der Diskussion beteiligt oder bei uns mitmacht! Ihr seid herzlich eingeladen, mit uns Kontakt aufzunehmen! Unsere Kontaktdaten und ein Kontaktformular findet ihr auf der Kontaktseite. Wenn ihr unseren Newsletter per E-Mail bekommen wollt, könnt ihr euch dafür hier online anmelden.

Stand Anf. Sept. 2010

  Eine Antwort zu “Initiative”

  1. Ralf Liptau hat in der Berliner Woche 39/2009 über die Infoveranstaltung am 23.9.2010 berichtet und kommentiert:

    Artikel und Kommentar von Ralf Liptau in der Berliner Woche, mit freundlicher Genehmigung des Autors

    Aufs Bild mit Artikel clicken, um Artikel und Kommentar als PDF mit besserer Qualität zu laden.
    Wir danken Ralf Liptau für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung

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