In der Oktober-Ausgabe des MieterMagazin des Berliner Mietervereins e.V. berichtet Birgit Leiß unter dem Titel “Dubiose Abrechnungen” über die Praktiken der Hausverwaltung GMRE Consultants GmbH, die auch in Moabit einige Häuser verwaltet. Mietern wird der Rat gegeben Betriebskostenabrechnungen genau unter die Lupe zu nehmen, bevor horrende Nachzahlungen bezahlt werden. Nein, eigentlich ist das in jedem Fall wichtig, schließlich will man seine Vorauszahlungen korrekt abgerechnet habn. In dem Artikel geht es um einen aktuellen Fall aus dem Wedding, wo Dachrinnenreinigungen und Sperrmüllabfuhr berechnet wurden, die nie stattgefunden haben. Aber auch Mieter aus Moabit berichten von Problemen.
Eigentümer der Häuser ist die “Gabriel International Ltd.” aus London. Insgesamt wurden 2008 3.000 Wohnungen verteilt über ganz Berlin verwaltet (MM, Mai 2008). Das MieterMagazin hatte bereits im Mai 2008 und Januar/Februar 2008 über undurchsichtige Betriebskosten bzw. Mängelbeseitigung berichtet.
Rouven Kerstan, Geschäftsführer von GMRE, gehört gleichzeitig die hauseigene Reparaturfirma “G-Force” und der “LAN.SKY Hausmeisterservice”, alle mit Sitz in der Schlüterstraße 37. Auch die für den Winterdienst und Gartenpflege zuständige Firma “Janotte & Wache Gebäudemanagement GmbH” hatte dort ihren Sitz, scheint zwischenzeitlich aber umgezogen zu sein. Mit diesen Firmenverschachtelungen, die allerdings eine gängige Praxis sind, lassen sich überhöhte Kosten leicht verdecken.
Das MieterMagazin kommt zu dem Schluss, dass der GMRE “ein Spitzenplatz in den Top Ten der unbeliebtesten Vermieter sicher wäre, wenn es eine solche gäbe”. In zahlreichen Internetbeiträgen klagen Mieter über schlechte Erreichbarkeit, verschleppte Mängelbeseitigung und dubiose Betriebskostenabrechnungen (hier noch ein Blogbeitrag). Zur Zeit sind einige Häuser zum Verkauf im Angebot, eines davon auch in 10553 Moabit, sowie ein ausgebautes Dachgeschoss in 10559 Moabit.

Unser Haus wird auch von der GMRE verwaltet, Eigentümer ist Gabriel International aus London, aber erst seit kurzem. Es ist eine Katastrophe! Schon die Mängelmeldung alleine ist eine Schwierigkeit für sich, geschweige denn die Beseitigung.
Telefonisch geht das nicht, wird nicht angenommen. Nur schriftlich. Aber einfach schreiben geht auch nicht, man braucht das Formular, das man aber nicht zugeschickt bekommt!! Wenn man nicht im Internet ist und es sich dort runterladen kann, dann hat man ein großes Problem.
Ich habe bei der GMRE Lagerräume gemietet um Betrieblich wichtiges Werkzeug unterzubringen. Seit dem 10.04.2012 ist das erste Zugangsschloß von der GMRE aus getauscht worden. Seit diesem Zeitpunkt versuche ich von der GMRE einnen Schlüssel zu erhalten.
Hier zu habe ich die Verwaltung Per Fax-Mail und 10-15 mal telefonisch aufgefordert. Viel schlimmer ist das ich das Schloß nur mit einer Einstweiligenverfügung über einen Rechtspfleger beim zuständigen Amtsgericht entfernen kann. Wenn ich bis zum 17.04.02012 nicht an mein Werkzeug komme verliere ich einen Auftrag.
Hallo an alle Leidensgenossen!
Auch wir haben eine Geschichte bezüglich GMRE vorzuweisen und sind auf der Suche nach Leuten, die genau wie wir, etwas gegen diesen Verein unternehmen wollen.
Vorerst möchten wir euch schildern, was wir für Probleme in diesem Zusammenhang haben. Wir waren gut zwei Jahre Mieter und bis auf kleinere Ungereimtheiten war noch kein sehr großes Übel zu erahnen. Nun sind wir vor über einem Jahr ausgezogen, mit der Kündigung gab es auch keine Probleme. Der Übergabetermin verzögerte sich (von seiten des zuständigen Mitarbeiters), was uns zum Verhängnis wurde. Da wir unsere Wohnung nicht am 30. Januar sondern am 1. Februar übergeben haben, wurde uns ein weiterer Monat in Rechnung gestellt, was bei der Betriebskostenabrechnung sichtbar wurde. Unsere Kaution wurde damit verrechnet und wir sollen noch immer Geld an GMRE zahlen. Wir wandten uns an den Mieterschutzbund, der diese Forderung als rechtswidrig einstufte und mehrere Schreiben an GMRE schickte. Dieser Verein weicht allerdings nicht von seiner Forderung ab, schickt weitere dubiose Abrechnungen, verlangt aber weiter Geld. Dass diese Forderung nicht rechtens ist, wurde uns vom Mieterschutzbund zugesichert.
Lange Rede, kurzer Sinn: laut Mieterschutzbund gibt es für uns nur noch eine Möglichkeit, um eventuell an unser Geld zu kommen: eine Klage. Wir haben bereits Anwälte empfohlen bekommen. Problematisch ist nur, dass der Eigentümer seinen Sitz in London hat, was eine Klage und auch das Verfahren für uns schwierig macht (müsste in London stattfinden). Hinzu kommt, dass wir natürlich Angst vor den Kosten haben, die ein solches Verfahren mit sich bringen kann.
Dass wir unser Geld zurückbekommen – damit rechnen wir eigentlich nicht mehr. Aber wir wollen ein Zeichen setzen und streben eine Sammelklage an. Dafür suchen wir Leidensgenossen, die sich mit uns in Verbindung setzten.
Wir werden unser Anliegen in Kürze dem Vorstand des Mieterschutzbundes vortragen und auch da wird sich zeigen, was noch passieren kann und wie viel Unterstützung wir bekommen können.
Laut Mieterschutzbund ist GMRE in Berlin der schlimmste Vermieter mit den meisten Beschwerden – wenn auch ihr betroffen seid und ein ernstes Interesse daran habt zu klagen, dann schreibt uns bitte einfach!
Dafür haben wir eine Mailadresse eingerichtet:
sammelklagegmre@yahoo.de
Je mehr wir werden, umso mehr können wir bewirken!
Wir freuen uns auf zahlreiche Zuschriften!
Liebe Grüße
Lisa und René