Aug 222016
 

Raus auf die Straße zur Mieten-Demo! | Samstag, 10. September 2016 um 14 Uhr | Platz der Luftbrücke

demo_DinA6_Dig-Postkarte_250Während die Politik im Wahlkampf von „bezahlbaren Mieten“ und „Sozialer Stadt“ faselt, wird die Wahrheit klar und spürbar: Das Geschäft mit der Wohnungsnot feiert neue Höhepunkte mit Traumrenditen. Unzählige Menschen sind dadurch von Entmietung, Verdrängung und Verarmung betroffen – mit stark steigender Tendenz.

Zuerst trifft es: Menschen mit niedrigen Einkommen, Behinderte, Migrantinnen und Migranten, danach Alleinerziehende, Studierende, viele Gewerbetreibende und die Rentnerinnen und den Rentner von nebenan, in zunehmendem Maße auch Frauen und Familien und die, die sich noch zum Mittelstand zählen. Jeden kann es treffen. Barrierefreier Wohnraum ist knapp, teuer und nicht zentral gelegen. Die Obdach- und Wohnungslosigkeit ist gestiegen. Geflüchtete müssen in integrationsfeindlichen Massenunterkünften wohnen und werden mit rassistischer Hetze gegen andere Wohnungssuchende ausgespielt. Davon lassen wir uns nicht spalten.

Mietpreisbremsen versagen und Mieten machen weiter arm. Die Parteien täuschen uns mit Scheininitiativen. Als Regierung haben sie alle den Ausverkauf der Stadt betrieben. Sie haben den Sozialen Wohnungsbau abgeschafft, öffentliches Eigentum verhökert, städtische Wohnungsbaugesellschaften verscherbelt oder auf Gewinn getrimmt. Gerade werden die sozialen Bindungen zehntausender Sozialwohnungen verschenkt. Grünflächen werden verschachert und zubetoniert. Politikerinnen und Politiker nehmen in Kauf, dass Menschen mit kleinem Einkommen aus ihrem Zuhause verdrängt und ihren sozialen Zusammenhängen gerissen werden. Deshalb: Parteien und ihre Symbole haben auf der Demo nichts zu suchen.

Wir sind seit Jahren aktiv gegen Mietererhöhungen, Verdrängung durch Luxusmodernisierung, energetische Sanierung und Umwandlungen, gegen Zwangsräumungen, Luxus-Neubau, für ein Bleiberecht und den Erhalt von Freiräumen. Wir setzen uns für die Beibehaltung des Volksentscheids Tempelhof 100 und weitere Volksentscheide ein. Wir kämpfen für neue Modelle und Zukunftsprojekte des sozialen Lebens und Arbeitens in unseren Kiezen. Unsere außerparlamentarische Mieten-Großdemonstration im Jahre 2011 hat die Politik mit gezwungen, von dem Gerede eines „entspannten Wohnungsmarkts“ abzurücken. Wir wollen jetzt wieder in Vielzahl und Vielfalt zusammen auf die Straße gehen. Wir wollen raus aus der Vereinzelung, dem Nebeneinander – hinein in ein Miteinander: in noch mehr Aktionen auf der Straße, Hausversammlungen, Stadtteil- Initiativen, stadtpolitische Bündnisse und Zusammenschlüsse. Gemeinsam statt einsam ist die Devise!

Wir wenden uns an alle Menschen, die es satt haben, dass:
… ihr Geldbeutel tagtäglich von immer höheren Mieten geplündert wird
… ihre Nachbarn und Bekannten aus ihren Wohnungen verdrängt und vertrieben werden
… der bezahlte Lohn ein Hohn und das Job-Center die Hölle ist
… mit großem Einsatz erkämpfte Entscheide und Freiräume wieder zunichte gemacht werden
… rechte Rattenfänger Wohnungssuchende und andere Menschen gegenseitig ausspielen
… im Wahlkampf sozial geredet und danach für die Interessen der Reichen munter weiter regiert wird!
Wir möchten, dass viele an dieser Demonstration teilnehmen können. Es wird wieder einen Wagen für Menschen geben, die nicht so gut laufen können.

Quelle: http://mietenstopp.blogsport.de

Wer den farbigen Flyer ausdrucken und verteilen möchte findet eine Druckversion hier.
… und das ganze in schwarz-weiß hier.

  3 Antworten zu “Gemeinsam gegen Verdrängung, Verarmung und den Ausverkauf der Stadt”

  1. Berichterstattung in der Berliner Zeitung, auf den Fotos u.a.: die Fahrradrikscha vom Hansa-Ufer 5 und das Transparent der Calvinstraße 21 „Wir lassen uns nicht luxussanieren“
    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/gentrifizierung-demo-gegen-entmietungspraktiken-in-kreuzberg-24720690

  2. Weitere Berichte von der Mietenstoppdemo:

    die tageszeitung (Taz) 12.9.2016: http://www.taz.de/Mietendemo-in-Kreuzberg/!5335573/
    Neues Deutschland 12.9.2016: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1025077.fordern-mieten-stopp.html
    Indymedia Linksunten 19.9.2016: https://linksunten.indymedia.org/de/node/190762

    Nachbereitungsplenum: Donnerstag, den 22.9.2016 um 19 Uhr im Blauen Salon Mehringhof in Kreuzberg, verschoben auf: Donnerstag, den 6.10. 19 Uhr, im Versammlungsraum , Mehringhof

  3. bis 20.2.17 online verfügbar: „Miete essen Seele auf“, Doku über Kotti&Co.
    http://www.arte.tv/guide/de/051069-000-A/miete-essen-seele-auf

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