Ergebnis Fragebogenaktion

 

Acht Monate nach Start der Fragebogenaktion stellt die Initiative ihr Ergebnis vor. Die eingegangenen Daten machten oft noch umfassende und zeitraubende Nachrecherchen notwendig, denn vielen Mietern sind die Eigentümer gar nicht bekannt, sie kennen nur die jeweilige Verwaltung. Natürlich konnten wir nicht für alle Grundstücke den Eigentümertypus ermitteln, aber immerhin bei 53 Prozent der 820 Hausnummern im Gebiet ist es uns gelungen. Dabei sind Fehler nicht ausgeschlossen, denn einerseits können unsere Ausgangsdaten Fehlinformationen beinhalten, aber auch unsere Recherchen und Einstufung in die gewählten Kategorien hat Übergangsbereiche.

Ergebniskarte, Bild anclicken für Download des Ergebnisfaltblatts mit Karte, Topographische Grundlage mit freundlicher Genehmigung des Bezirksamts Mitte von Berlin – Vermessungsamt

 

Eigentümerstruktur

Großeigentümer bzw. Investmentfonds stellen mit 46 Prozent (bezogen auf  die erfassten Hausnummern) den deutlich größten Anteil der ermittelten Eigentümertypen in Moabit-Ost. Städtische Wohnungsbaugesellschaften haben nur einen Anteil von 10 Prozent, kleine Firmen sind die Eigentümer von 6 Prozent und Genossenschaften sowie Hausprojekte weisen nur einen Anteil von 3 Prozent auf. Mit 21 Prozent bilden die privaten Einzeleigentümer die zweitgrößte Gruppe im Gebiet, hinzu kommen als private Eigentümer auch noch Eigentümergemeinschaften, die zumeist in Form von Eigentumswohnungen realisiert sind, und einen Anteil von 7 Prozent aufweisen. Die restlichen 7 Prozent entfallen auf Bezirk/Land Berlin und Staaten.

Verkäufe

Das Bezirksamt Mitte stellte uns freundlicherweise statistische Daten über die Zahlen von Grundstücksverkäufen bzw. Eigentumswohnungsverkäufen für den Zeitraum von 2005 bis 2010 zur Verfügung.

Miethöhen

Zur Höhe der Kalt- bzw. Warmmiete haben wir jeweils nur etwa 115 Angaben erhalten. Diese geringe Datengrundlage lässt nur eine Tendenz erkennen, dennoch zeigen sich schon interessante Hinweise. Die Miethöhen im Gebiet weisen eine große Spanne auf: Von 2,11 bis 11,33 Euro/m2 reicht die Spanne bei den rückgemeldeten Höhen der Kaltmiete, der Mittelwert von 5,35 Euro/m2 liegt auf der Höhe des Mittelwerts im Mietspiegel. Bei der Warmmiete reicht die Spanne von 3,75 bis 13,42 Euro/m2, der Mittelwert liegt bei 7,77 Euro/m2. Die Verteilungstendenz zeigt die nachfolgende Grafik. Damit liegen 74 Prozent der Wohnungen unterhalb einer Miethöhe von 6,00 Euro/m2, 10 Prozent überschreiten eine Miethöhe von 6,50 Euro/m2 kalt. Bei der Warmmiete liegen 78 Prozent der Wohnungen unterhalb von 9,00 Euro/m2, 16 Prozent der Mieter zahlen mehr als 9,50 Euro/m2 warm.

Ihr Haus ist noch „weiß“?

Aus der Kartendarstellung können alle erkennen, zu welchen Häusern wir noch keine plausiblen Daten zum Eigentümer haben, bei allen „weiß“ gebliebenen Gebäuden ist das der Fall. Deshalb ist der Fragebogen weiterhin auf dieser Internetseite verfügbar. Sie können weiterhin die Angaben zu „ihrem“ Haus machen.

Das Protokoll der Veranstaltung am 17. Mai 2011 mit der Diskussion zur Vorstellung können Sie hier downloaden.

Kommentare sind derzeit nicht möglich.